BRAINWASH XIV

PHANTASTISCHE SCHAUSPIELE UND DEUTSCHE (UN-)KULTUREN

08. JULI 2019 | 19 Uhr

BACKSTAGE MÜNCHEN

Eintritt frei 

PART I: MORITZ JOHN

METHOD ACTING UND WARUM DEUTSCHES SCHAUSPIEL LANGWEILIG IST! 

 

"Acting is living truthfully under given imaginary circumstances"

Sanford Meisner

 

Moritz John, seines Zeichens erfolgloser Schauspieler und praktizierender Schauspieldozent, definiert für Sie den kryptischen Begriff "Method Acting". Diesem stellt er die deutsche Schauspielkunst gegenüber und labt sich mit Ihnen an deren Unzulänglichkeiten.

 

Wie alles in der Kunst ist dieser Vortrag subjektiv und hat keinen wissenschaftlichen Anspruch.

PART II: MAXIMILIAN KNAUER

WARUM DER DEUTSCHE UMGANG MIT FANTASY SCHEISSE IST:
EIN PLÄDOYER FÜR DEN ESKAPISMUS

 

Wer kennt sie nicht, die Granden der angelsächsischen Fantasy-Literatur: J. R. R. Tolkien, C. S. Lewis, H. P. Lovecraft und George R. R. Martin? Während fantastische Literatur in der englischsprachigen Welt längst so weit etabliert ist, dass Bücher bekannter Autoren in respektablen Verlagen in gebundener Form erscheinen und es einen wachsenden Corpus wissenschaftlicher Forschungsliteratur zu diesem Thema gibt, ist der deutschsprachige Raum in dieser Hinsicht eine triste Wüstenei. Fantasy-Literatur erfährt hierzulande nach wie vor eine an Borniertheit kaum zu überbietende Marginalisierung als triviale Unterhaltungsliteratur. Die Tatsache, dass die Werke der einzigen deutschen Fantasy-Autoren, die einem größeren Publikum bekannt geworden sind (Ende, Funke), der Kinder- und Jugendliteratur zugerechnet werden, spricht Bände. Um mit Captain Picard zu sprechen: The line must be drawn here! Es gilt, ein für allemal zu zeigen, dass das Programm der fantastischen Literatur, durch das Zweit-Schöpfen (Tolkien) mythologischer Welten eine Perspektive aus der Schattenhöhle unserer vermeintlichen Realität auf eine höhere Wirklichkeit dahinter zu weisen, nicht nur legitim ist, sondern auch geeignet, eine Besinnung auf das Wesen und die Aufgabe von Literatur als ganzer zu ermöglichen. 

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EINTRITT FREI

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Moritz John, seines Zeichens erfolgloser Schauspieler und praktizierender Schauspieldozent.

Entgegen seiner Aussage, dass er behütet am Tegernsee aufgewachsen sei, vermuten wir, dass er in einer Kampfschule irgendwo in Asien von Pai Mei aus Kill Bill persönlich geschmiedet wurde. Der ebenfalls überzeugte Vegetarier ist neben Stefan unser zweiter Sport- und Meditationsmaschine, was auch die Kunden bei seinen Seminaren leibhaftig zu spüren bekommen. Kampfsportarten aller Art und meditatives auf den Nullpunkt kommen sind seine Spezialgebiete, Jägermeister trinken eher nicht.

 

Als studierter Philosoph obliegt ihm die Deutungshoheit über Fragen des Geschmacks, der Büroethik und moralischer Fehltritte. Er gehört zur Fraktion „Dampfhammer“ und „Männlichkeit“ aufgrund seiner Sozialisation durch Bud Spencer- und Terence Hill-Filme. Daneben ist Max allerdings noch als literarisch-philosophischer Feingeist tätig, was uns als Zuhörer seiner Brainwash-Vorträge immer wieder vor neue geistige Hürden stellt. Unabhängig ob man seine Metaphysik versteht oder nicht hofft man natürlich, dass er mit seinen Fantasy-Büchern irgendwann Tolkien ablösen wird. Und sollte das nix werden, Kreativität und Kampfkunst werden immer gebraucht, egal in welcher Dimension oder Welt.


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