Rückblick des 9. Deutschen Querdenker-Kongresses

Die Digitalisierung ist im vollem Gange und nicht mehr aufzuhalten. Sie hat nicht gerade erst begonnen, sondern zieht sich schon seit Jahren durch die Wirtschaft, Politik und unser Privatleben. Den Schlüssel, um die Digitalisierung für sein Unternehmen zu nutzen, nennt man automatisierte Prozesse. Es gibt eine Menge an modernen Softwareentwicklungen, die Zeit sparen, Arbeitsabläufe optimieren und auf Dauer den Umsatz steigern können. Allerdings sträuben sich immer noch viele Unternehmen neue und vor allem automatisierte Systeme zu integrieren, aus Angst die Kontrolle zu verlieren. Auch wenn viele der Thematik kritisch gegenüberstehen sollten, übertreffen die Möglichkeiten der Digitalisierung und Künstlichen Intelligenz (KI) unser derzeitiges Vorstellungsvermögen.

Es war lange unklar, ob der 9. Münchner Querdenker-Kongress in diesem Jahr überhaupt stattfinden kann, nachdem Otmar Ehrl, Gründer der Querdenker, im Januar diesen Jahres überraschend verstorben war. Gemeinsam mit der Oschwald Group, die sich als neuer Hauptgesellschafter präsentierte, schaffte es das Querdenker-Team, unter der neuen Leitung von Dr. Rainer Sontheimer, innerhalb kürzester Zeit namhafte Referenten und Workshopleiter in München zu versammeln. So konnten zwei erfolgreiche Tage zum Thema Digitalisierung und Künstliche Intelligenz am 22. und 23. November stattfinden.

 

„Querdenken braucht Räume, die Kreativität erlauben. Es war uns allen ein Anliegen, diese Räume zu erhalten. Darum haben wir uns mächtig ins Zeug gelegt, um den Kongress auch in diesem Jahr wieder anbieten zu können“, sagt Ansgar M. Oschwald, Gründer und Geschäftsführer der Oschwald Group.

Wie die Digitalisierung die Zukunft beeinflusst

Vor allem der Speaker Peter Schwarzenbauer, Vorstand Kundenerlebnis und Digital Business Innovation der BMW Group, nahm sich nicht nur der umfangreichen Thematik, sondern auch einer Begriffsbestimmung des Querdenkens an. Hauptsächlich ging es in seinem Vortrag um die Bewegung der Zukunft und wie man mithilfe von KI sein Fahrerlebnis optimieren kann. „Die BMW Group arbeitet kontinuierlich daran, innovative Ideen für die Gesellschaft zugänglich zu machen“, so Peter Schwarzenbauer. Es wurde ebenfalls angesprochen, wie die Stadt der Zukunft aussehen könnte und wie zukünftig, mithilfe von Querdenken, den kommenden Platzproblemen die Stirn geboten werden kann.

 

Die Kongressteilnehmer hatten neben den Vorträgen Gelegenheit an interaktiven Workshops teilzunehmen. Durch diese kristallisierten sich interessante Ansatzpunkte bezüglich der schnellen digitalen Entwicklung der heutigen Zeit heraus. So konkretisierte Nicolas Stahlhofer, Senior Consultant bei NTT Data, die rasante Veränderung verschiedener digitaler Bereiche und visualisierte diese in seinem Workshop. Es könnte zum Beispiel bereits in zehn Jahren möglich sein, Gerüche digital darzustellen oder Ganzkörperanalysen von Robotern zu verwirklichen, um frühzeitig schwerwiegende Krankheiten zu erkennen.

„Man kann die Zukunft vielleicht nicht voraussagen, aber wir können sie aktiv gestalten“, so Nicolas Stahlhofer.

Die Einbindung der Künstlichen Intelligenz

Eine große Rolle in der Digitalisierung spielt die Künstliche Intelligenz, die in allen Bereichen immer mehr an Bedeutung gewinnt und sich von Smart Home bis hin zur Optimierung von Unternehmensprozessen erstreckt. Dr. Stefan Ebener, Manager Customer Engineering von Google Cloud, erklärte, wie man Machine Learning und Künstliche Intelligenz einsetzten kann, um Prozesse zu beschleunigen. Deren Anwendung soll vielseitig und vor allem unabhängig von der Größe eines Unternehmens sein. Abschließend gab es noch die Möglichkeit für Teilnehmer eine von Google Cloud entwickelte Web-App zu testen, die beispielhaft für die Verwendung von Meta-Daten in Kombination mit KI ist.

 

Thematisch ergänzend war noch der Vortrag von Dr. Michael Liebmann, Geschäftsführer der doo GmbH, der weitere Einblicke in Wettbewerbsvorteile durch KI schaffte. Auch Sunny Systems zeigte auf, wie Projekte bewusst gestaltet werden können und womit sich Elemente der KI jederzeit ergänzen lassen, ohne das Projekt zu einem Teil neu aufzusetzen.

Der Mensch sollte im Vordergrund stehen

Alle Speaker waren sich einig: Aufklärung und klar definierte Regeln nehmen Künstlicher Intelligenz ihren Schrecken. 

Die Einbindung von intelligenten Tools ist bereits heutzutage ein Kinderspiel, jedoch muss noch am Bewusstsein für einen verantwortungsvollen Umgang mit KI gearbeitet werden. „Technologie entsteht aus dem, was wir vorgeben. Daher ist es unser Auftrag darüber nachzudenken, welche Werte wir nutzen, wenn wir Intelligenz schaffen“, so Ansgar M. Oschwald. Des Weiteren stellte er fest: „Es ist wichtig die Sorgen und Ängste der Menschen ernst zu nehmen und sie mit neuen Innovationen nicht alleine zu lassen. Denn nur so können sie Vertrauen aufbauen, um diesen Weg mit uns zu gehen.“

 

Mit dieser Problematik beschäftigte sich auch die Speakerin Adeline Gerteis, Data und AI Product Marketing Managerin von Microsoft, die vor allem die gesellschaftlichen Hürden im Zusammenhang mit KI ansprach. Die Wichtigkeit des Umgangs mit der Digitalisierung erkannten auch Frank Geiger von den Shopmonauten, welcher im Rahmen seines Workshops demonstrierte, wie die Medien unser Wahrheitsempfinden beeinflussen.

Tagesabschluss mit der Networking Night

Abgerundet wurde der erste Tag des Kongresses mit der Networking Night, bei der den Teilnehmern ein buntes Programm für alle Sinne geboten wurde: Eine LED-Show, das Comedy-Programm von Michael Ludwig Seyfried und die Einlage mit Kontaktjonglage bildeten den Rahmen für einen entspannten Abend bei bayrischem Buffet und Bier vom Fass. Der Querdenker-CCO Dr. Rainer Sontheimer übernahm nach der Kongressmoderation am Abend das DJ-Pult und führte die Partygäste durch eine musikalische Zeitreise quer durch alle Genres.

Der 2. Tag mit den Innovation-Journeys

Am zweiten Tag des Querdenker Kongresses öffneten die Innovation Center und Hubs der UnternehmerTUM MakerSpace, Microsoft Deutschland GmbH, die Forschungs-Neutronenquelle Heinz Maier-Leibnitz (FRM II) TU München, das Max-Planck-Institut für Plasmaphysik sowie das Steelcase Learning + Innovation Center und VISPIRON SYSTEMS GmbH ihre Türen für die Teilnehmer.

Nach dem diesjährigen Kongress freuen wir uns, Sie zum 10. Münchner Querdenker Kongress, der vom 21. bis zum 23. November 2019 unter dem Motto „ethik. ökonomie. technik“ stattfindet,  begrüßen zu dürfen. Dieser wird sich hauptsächlich um die Frage drehen, wieviel Ethik sich die Ökonomie der Zukunft im Spannungsfeld von Technisierung, Globalisierung und Digitalisierung leisten kann.

 

(Luca Facklam, Elisabeth Liebrecht, Nadine Baltruschat)

Die Nächsten Termine im Überblick

  • 11.12.2018 Talkup: Zündstoff Weihnachten: Überlebensstrategien für das Fest der Liebe mit Tinka Kleffner
  • 19.12.2018 Brainwash IX: Das X-Mas Battle - Vom (Un-)Sinn einer Firmenweihnachtsfeier. Backstage München 18:30 Uhr
  • 08.01.2019 Talkup: Veränderte Perspektiven. Neue Impulse. Aufbruch in das neue Jahr mit Stefan Wickenhäuser
  • 30.01.2019 Brainwash X: Worlds behind the Picture
  • 27.02.2019 Brainwash XI: Hobbits vs. Bruce Willis - Der Filmheld-Fightclub
  • 27.02. - 02.03.2019 Start von Facilitate Quer: 1. Modul des Facilitation Lehrgang (LINK)

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